Kaelber mit zwei Koepfen

Im Zentrum des Kurzfilms steht Johannes, der nach jahrelanger
Therapie hofft, endlich von seinem Schwulsein geheilt zu sein, und Marie aus seiner Gemeinde heiratet.
Aber die Hochzeit wird ein einziges Desaster, bei dem Johannes schließlich begreift, dass nicht er es ist, der Heilung braucht.

Du willst die ganze Geschichte? Aber Achtung Spoilergefahr!

KÄLBER MIT ZWEI KÖPFEN spielt am Hochzeitstag von Johannes, der ihn für immer mit Marie verbinden soll. Aber für Johannes bedeutet dieser Tag noch viel mehr. Er ist der krönende Abschluss seiner Therapie und der Beginn seines Lebens als „normaler Mann“.
Aber nichts läuft wie geplant. Ein plötzlicher Wolkenbruch lässt die Feier im Garten der Christgemeinde ins Wasser fallen, beim großen Auftritt des Brautpaares tritt Johannes seiner Braut aufs Kleid und als Marie auf die Bühne geht und ein Lied singt, dass sie eigens für Johannes geschrieben hat, um ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen, rennt dieser aus dem Saal und muss sich übergeben.
Als Marie ihn zur Rede stellt, gesteht Johannes, er sei schwul gewesen, habe seine Homosexualität aber mit Dr. Hummel „erfolgreich“ behandelt und wolle jetzt nur noch mit ihr zusammen sein. Marie versteht die Welt nicht mehr und Johannes holt Dr. Hummel zur Hilfe, um Marie davon zu überzeugen, dass er „geheilt“ sei.

Achtung noch größerer Spoiler!

Aber Marie glaubt Johannes kein Wort und betrinkt sich hemmungslos und als auch die Gemeinde schließlich von Johannes Homosexualität erfährt, droht die Situation zu eskalieren. Es kommt zu wüsten Beleidigungen, Diskriminierungen und Prügeleien, sodass sich schließlich der ebenfalls schwule Kellner Farshad ein Herz fasst und für Johannes Partei ergreift.

Am Ende ist es Marie, die den verzweifelten Johannes davon abhält, sich vom Dach zu stürzen und die beiden entscheiden sich ihre Ehe
annullieren zu lassen und halten vor versammelter Gemeinde eine
fulminante Rede auf die Freiheit der Liebe. Der Film endet in absurd
überhöhter Bollywood-Manier. Es wird geküsst, getanzt, gefeiert und
vielleicht auch ein bisschen mehr.